Eigentlich will ich über Christians Erlebnisse bei der Star Wars Ausstellung im MAK schreiben, aber der Disney Konzern untersagt mir die öffentliche Nutzung von selbstgemachten Bildern. Es gibt aber ohnehin eine viel actionreichere, jedihaftere Erfahrung, die Christian unlängst gemacht hat: Bouldern in der Boulderbar.
JedeR FreizeitassistIn freut sich über konkrete Wünsche von ihren KlientInnen. So geschehen im alten Jahr 2015. Christian will Höhenluft schnuppern und es ist mein Job, ihm das zu ermöglichen. Also recherchiere ich und suche ein paar dieser überdachten Kletterstätten im Internet, weil Freiluftklettern im Dezember – nicht so gescheit.
Wie so oft hole ich Christian nach der Arbeit ab, dann gibts mal ein After Work Red Bull bevor es weiter geht. Bei der Boulderbar angekommen wird eine übliche Anmeldeprozedur abgespult, aber dann gehts gleich rein in die zwei Kletterhallen. Obwohl ich extra zwei unterschiedliche Trainingshosen für Christian dabei hatte, lässt er lieber seine Jeans an. Ich tröste mich mit dem Gedanken, „Er ist jetzt alt genug, er wird schon wissen was er tut“. Nach dem Aufwärmen auf einer eher überschaubaren Kletterwand geht es dann direkt zum heißen Eisen. Wir klettern herum, beobachten Leute, die es vielleicht besser können. Als ich mal kurz aufs Klo musste, lasse ich Christian in der Halle zurück in der Hoffnung, ihn dort auch wieder zu finden. Aber nichts da. Als ich zurückkomme winkt mir ein breit grinsender Christian vom „Gipfel“ der Boulderbar. Mir bleibt jetzt nichts anderes übrig als ebenfalls diese Herausforderung zu meistern. Rest, siehe Gipfelphoto.
Ein gelungener Ausflug bei dem tausende Kalorien 1:1 in Spaß umgewandelt wurden.

Georg List ist Freizeitassistent bei integration wien
Weil auch Antti einst ein Assistent von ihm gewesen ist, lud er mich ein, mit ihm zu kommen. Als Antti und ich in der Pizzeria ankamen waren nicht nur Andreas und seine Mutter da, nein, auch unsere liebe Maria und unsere Verena als die Chefin von allem. Katharina konnte erst etwas später dazustoßen. Das Unglaubliche an der Situation war die Gastfreundlichkeit von Andreas´ Mutter: Sie lud uns tatsächlich alle ein! Ich überlegte allerdings, ob ich überhaupt etwas essen sollte: Wir würden nachher noch zum Adventmarkt gehen. Ich entschied mich für die klassische Bruschetta. Und während Andreas mir von den Salzkammergutseen erzählte, welche er am darauf folgenden Tag besuchen wolle, konnte seine Mutter noch schnell mit Verena reden. Seine Mutter sprach von „hochfunktionalem Autismus“, welcher ihm die exakte Unterscheidung von Geschmäckern erlaube.
Anschließend gingen wir zu meiner zweiten Heimat – zum Campus der Uni. Und siehe da: Das Highlight kam auf uns zu. Daniela hatte sich entschlossen, zu uns zu stoßen. Wir blieben schließlich bei einer Punschhütte stehen, wo wir noch ein wenig quatschen konnten. Und wo ich wieder so viele frauenfeindliche Witze erzählte, dass sich Daniela fast mit mir zu prügeln begann. Naja… Zärtlich war es nicht!

Es ist Freitag Nachmittag, Vorweihnachtszeit, bereits dunkel draußen und gar nicht soo kalt für die Jahreszeit. Eine fröhliche, bunte Truppe flaniert durch den Christkindlmarkt am Karlsplatz. Sie trinken Punsch, essen Fladenbrot, machen ein Rollstuhlrennen und lachen viel. Mit von der Partie sind Maximilan und Maximilian, Vio und Sabrina, Ralf und Georg, Emmanuel und ich.
