Archiv für den Monat: November 2017

Das Mädels-Projekt und die Regenbogenparade

Bereits im Frühjahr startete ein tolles Projekt nur für Frauen der Freizeitassistenz. Mit von der Partie waren Fee, Maggie, Conni, Liisa, Angie, Sonja, Simone, Vio, ich sowie Heike und Josefine vom Verein PRO21.

PRO21 ist ein Verein der sich für die Rechte/ Inklusion und Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung einsetzt. Über einen Zeitraum von drei Monaten erarbeiteten wir verschiedene Themen in der Gruppe zum Thema Sexualität. Wir sprachen darüber was es heißt, eine Frau zu sein und was uns zur Frau macht.

Passend zu diesem Thema besuchten wir die Ausstellung „ganz schön intim“ im Verein Selbstlaut im 16. Bezirk. Themen der Ausstellung waren zum Beispiel der Zyklus der Frau, Verhütungsmittel und viele weitere anschauliche Ausstellungsstücke zum Thema Sexualität, die alle sehr spielerisch und „zum Anfassen“ präsentiert wurden. Bei einer Station der Ausstellung konnte jeder für sich persönlich reflektieren an welchen Körperstellen man von wem berührt oder nicht berührt werden möchte.

Während eines weiteren Treffens im Rahmen unseres Mädels-Projektes saßen wir gemeinsam in der Bar Tapete, wo uns Josi und Heike über die bittere Wahrheit informierten. Frauen und Männer mit Behinderungen haben oft nicht die gleichen Rechte wie Männer und Frauen ohne Behinderung bezüglich der Themen: Wohnen, Familienplanung, Verhütung, etc. PRO21 und wir finden das UNFAIR !!!

IMG_3045Unser nächstes Ziel war es, gemeinsam die Regenbogenparade zu besuchen. Wo wir uns als Gruppe präsentieren wollten um der Gesellschaft mitzuteilen das es keinen Grund gibt, Menschen mit Behinderung zu benachteiligen und oder zu bemitleiden. Menschen mit Behinderung haben genau dieselben Bedürfnisse, wie Menschen ohne Behinderung. Die Regenbogenparade passte super zu unserem Workshop-Thema: Sexualität. Wir nutzen diese Chance und bereiteten Banner für die Parade vor, die nicht nur eine Parade sondern zeitgleich eine Demonstration war. Josi und Heike schlossen sich mit dem Kunsthaus Wien kurz und organisierten für uns ein gemeinsames Bannermalen. Es war ein interessanter Austausch mit den Leuten des Kunsthauses. Das Kunsthaus hat sich für einen Paradeplatz angemeldet und sie luden uns herzlich dazu ein.

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170617_RegenbogenparadeAm Tag der Regenbogenparade trafen wir uns um kurz vor 14 Uhr bei der Votivkirche, um uns gemeinsam zu Schminken und für die Parade herzurichten. Es ging los. Am Anfang waren wir eher eine kleine Gruppe zu der immer und immer und immer mehr Leute dazukamen. Wir entschieden uns dafür, nicht direkt am Paradenumzug teilzunehmen, sondern wollten in unserem eigenem Tempo die Parade genießen. Durch unsere coolen Banner bekamen wir viel Aufmerksamkeit von den ZuseherInnen der Parade. Wir wurden öfters auf unsere Themen angesprochen und viel fotografiert. Unsere Banner waren der Hit, unsere Message kam an, stolz präsentierten wir uns. Es war eine Mega-Party, laute Musik, schrille und auffällige Kostüme, wunderbare Paradewägen und ParadeteilnehmerInnen. Ein kunterbuntes Fest der Liebe und Gleichheit. Jeder war willkommen!

Warum kann es nicht immer so sein? LOVE & PEACE!

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Bei unserem letzten Treffen trafen wir uns im Frauenreferat der ÖH im alten AKH. Josefine und Heike hatten sich wie immer etwas Tolles für uns überlegt. Sara war bei uns zu Besuch und machte mit uns einen Workshop zum Thema Regenbogenparade in Leichter Sprache. Wir besprachen was die Regenbogenparade ist und was schwul, lesbisch und intersexuell bedeutet. Am Ende des Workshops ließen wir unser Mädels-Projekt nochmal Revue passieren. Jede in der Runde sagte was ihr am besten während unserer gemeinsamen Zeit beim Mädels-Projekt gefallen hat. Wir waren uns einig, das Highlight war für die meisten die Regenbogenparade. Aber am allermeisten genossen wir die gemeinsame Zeit, wir hatten sehr viel Spaß in der Gruppe und konnten uns alle noch ein bisschen besser kennenlernen.

Sabrina Peceny, Freizeitassistentin bei integration wien

Filmpräsentation unseres Crowdfunding Projekts

Die Abschlusspräsentation unseres Crowdfunding-Projekts „Film ab! für junge Menschen mit Behinderung“, bei der die Teilnehmenden stolz ihre Animations- und Stop-Motion-Filme präsentierten, fand am 20. November 2017 in den Räumlichkeiten des Vereins Selbstlaut statt und war ein voller Erfolg.

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Zur Einstimmung wurde gleich einmal das Making Off, die „Sendung ohne Barrieren – Film ab! Freizeitassistenz„, gezeigt. Danach erzählten Filmemacher Ernst Spiessberger und Freizeitassistent Patrick viel Spannendes über das Projekt.

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Der Höhepunkt war die Präsentation der Animationsfilme durch die TeilnehmerInnen und ihre FreizeitassistentenInnen. Alle waren sehr stolz auf ihre Werke! Das Publkum war begeistert und es gab viel Applaus!

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Zum Schluss gab es noch ein leckeres Buffett und viele nette Gespräche.

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Wir freuen uns sehr, dass das Filmprojekt allen so viel Spaß gemacht hat und so tolle Filme entstanden sind.

Hier kommen Sie zu den Links, um alle Filme anzusehen.

 

Kochen im Jugendtreff

Zum ersten Mal hatten Tini und ich das Vergnügen, am gemeinsamen Kochen im Jugendtreff Penzing teilzunehmen. Vorsichtshalber kamen wir überpünktlich, was uns ausreichend Zeit gab, den Treff zu inspizieren.

Was für ein Ort! Die Jugendlichen haben eine Tischtennisplatte, zwei Wuzzler, einen Billiardtisch sowie zwei PS4 (eine davon inklusive Beamer) auf riesigem Raum zur Verfügung! Des Weiteren natürlich die Küche, in welcher wir uns noch austoben sollten. Wolfi und seine äußerst netten Kollegen erzählten allerhand Interessantes vom täglichen Ablauf des Treffs und erklärten uns, welche Möglichkeiten wir in der Küche haben.

Während Tini und ich uns mit dem Wuzzler und dem Billiardtisch austobten, kamen nahezu zeitgleich die Maggy mit der Fee und der Schmaxl mit dem Ralf an. Nun hieß es auszuhandeln, was wir denn kochen wollten. Dies gestaltete sich einfacher als erwartet und bereits nach kurzer Zeit einigten wir uns auf Curry mit Reis sowie allerlei Gemüse und Hühnerfleisch. Auf ausdauerndes Drängen seitens der Tini legten wir als Nachspeise Pudding fest.

Also weiter zum gemeinsamen Einkaufen im gegenüberliegenden Penny!
Als wir vollbepackt zurückkamen, waren bereits einige Jugendliche eingetroffen. Wir stellten uns einander vor und unterbreiteten den Neuankömmlingen den Vorschlag mit uns zu kochen und/oder mit uns gemeinsam zu essen. Das Interesse am aktuellen FIFA 18 war jedoch zunächst größer.

Wir machten uns ans Werk. Von Gemüse schneiden über Kartoffeln schälen bis zur Vorbereitung des Fleisches übernahm jeder einen Teil der Zubereitung unseres köstlichen Currys. Zusätzlich kochte uns die Tini noch einen leckeren Pudding nach ihrem althergebrachten Rezept. Als wir endlich essen konnten, verschlangen wir gierig einen beträchtlichen Teil unseres randvoll gefüllten Riesentopfes und beschlossen einstimmig, dass wir hervorragende Arbeit geleistet hatten. Dieser Meinung war auch Sonja vom Team des Treffs, die sich zum gemeinschaftlichen Essen zu uns gesellt hat.

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Anschließend nutzten wir mit den Jugendlichen gemeinsam die zahllosen Unterhaltungsangebote. Zum Beispiel ließen der Schmaxl und ich uns gezwungenermaßen von einem circa halb so alten Knirps namens Daniel im Wuzzeln fertig machen, während der nimmersatte Ralf ein Stück Tiefkühlpizza von einem der jungen Besucher ergatterte und die Tini gar nicht mehr aufhören wollte, die Spielemöglichkeiten des Treffs auszunutzen. Immer wieder erspähten wir den einen oder anderen Jugendlichen, wie sie sich über unser restliches Curry hermachten, das wir der Einrichtung überlassen hatten.

Nachdem sie sich nun unserer außergewöhnlichen Kochkünste bewusst sind, werden sich beim nächsten Mal hoffentlich bereits bei der Zubereitung des Essens viele der jungen Mädels und Burschen beteiligen. Ich jedenfalls freue mich sehr auf das nächste Kochen im Jugendtreff!

Gabriel Auer, Freizeitassistent bei integration wien