Archiv des Autors: Sabine Wolf

Pizza, amore e fantasia. Unser Italienischkurs bei der Freizeitassistenz.

Unser Italienischkurs, der im November begonnen hat, ist nun schon fortgeschritten und die TeilnehmerInnen lernen immer mehr Vokabeln und Ausdrücke. Nun können wir schon viele alltägliche Situationen behandeln: Die Gruppe kann fließend im Restaurant bestellen und wir haben die kulinarischen Vorlieben der einzelnen TeilnehmerInnen kennen gelernt. Die beliebtesten Speisen sind pizza con tonno und succo di Pompelmo! Zudem können wir über das Wetter reden und unsere Aktivitäten der Woche besprechen.

Dadurch wissen wir alle ein bisschen mehr über unsere Leidenschaften und Fähigkeiten. Nicht alle wussten zum Beispiel, dass Emre mit dem Dreh eines Films beschäftigt ist oder dass Roman ein ausgesprochener Musikkenner ist.

Außerdem haben alle ein sehr gutes Gedächtnis und sind immer bereit zu antworten, wenn ich etwas von den vergangenen Terminen frage. Deshalb finde ich es immer hilfreich, eine schnelle Zusammenfassung zu Anfang jeder Stunde zu machen.

Die Beteiligung ist immer stark, auch Emre, der am Anfang Chinesisch vorzog, hat jetzt oft etwas zu fragen oder hinzuzufügen. Roman, ruhiger, weiß schon viel, auch wenn er es gerade nicht sagt. Wenn ich ihn frage, hat er die Antwort schon bereit. Clara, sehr fleißig, macht die ganze Zeit Notizen, sodass sie auch zu Hause ein bisschen üben kann.

Wir sind eine kleine, kompakte Gruppe und ab und zu kommen spontan ein paar Leute dazu, um zu sehen, ob Italienisch ihre Sache ist. Am Anfang ist Liisa einige Male gekommen und die letzten beiden Male hat Darko uns besucht, der sich sehr gut beim Schreiben gezeigt hat.
Etwas zu lachen gibt es bei jeder Stunde, oft wegen irgendwelcher lustiger Fehler, die ich auf Deutsch mache. So wurde zum Beispiel aus bocca carnosa ein fleischiger Mund. Tatsächlich ist uns oft aufgefallen, dass der Kurs nicht nur als Italienischkurs für die TeilnehmerInnen dient, sondern auch als Deutschkurs für mich selbst!

Ein Beitrag von Alice Castegnaro, Italienisch-Lehrerin

Abschlussbericht von unserer Freizeitassistentin Simone

Im April 2014 begann ich als freie Dienstnehmerin bei Integration zu arbeiten.
Matthias und Nina durfte ich ab April wöchentlich bei ihren Freizeitaktivitäten begleiten.

Mit Matthias war ich meist in Museen unterwegs, oder auch manchmal im Park und wir spielten Frisbee.
Matthias war ein Freund der Quizspiele, also war eine Partie Trivial Pursuit oft Teil unserer gemeinsamen Treffen
(Damit eins klar ist, Matthias war ziemlich oft Sieger 🙂 ).

Nachdem ich nach einem halben Jahr eine weitere Klientin begleitet habe, und Matthias einen männlichen Assistenten haben wollte, wurde die Assistenz mit Matthias
nach einem Jahr aufgelöst.

 

Nina liebte es mit der U-Bahn zu fahren, also war dies einer unserer Hauptaktivitäten. Für ausgedehnte Spaziergänge, gemeinsam Mandala ausmalen, im Prater mit der
Geisterbahn fahren, Verstecken-spielen oder einfach einen Besuch im Tiergarten war sie allerdings auch immer gerne zu haben.
Dies waren die Lieblingsaktivitäten von Nina.

Nach zwei Jahren lief ihre Zeit bei Integration Wien aus, und somit war ich nur noch Assistentin für Sonja.


Sonja
war meine zweite weibliche Klienten, mit der ich meist am Wochenende unterwegs war.

Sie liebt es auf Konzerte zu gehen, Cocktails zu schlürfen oder einfach fortzugehen und zu tanzen.
Mit Sonja habe ich so einiges erlebt. Sie ist für alles offen und neugierig für neue Aktivitäten.
So gingen Sonja und ich zu Tanzworkshops, Theateraufführungen, besuchten einen Kunstworkshop, und vieles mehr.
Unser gemeinsames Highlight war eine Woche Paris besichtigen.

 

 

 

 

 

 

 

Von Sonja Abschied zu nehmen als Freizeitassistentin war nach drei Jahren schwierig, freue mich aber auf neue Herausforderungen in naher Zukunft.

Die Zeit bei Integration Wien, prägte mich auf vielen Ebenen und so wurde ich Studentin Sozialer Arbeit.
Besonders spannend fand ich, dass ich meine erworbenen theoretischen Kenntnisse mit der Arbeit verknüpfen konnte.

Leider beendete ich Ende 2017 schließlich diese Arbeit, da ich nun aus der Begleitungsrolle raus und in die Rolle der Sozialarbeiterin in der Praxis Fuß fassen möchte.

Ich bedanke mich bei allen Personen, die meine Zeit bei Integration so lehrreich, spannend und lustig mitgestaltet haben.
Ich hoffe, dass diesem Bereich künftig mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, denn Freizeit ist ein Menschenrecht und um dieses Recht auch leben zu können
braucht es mehr Projekte wie Freizeitassistenz.

DANKE für die Zeit mit euch!

Simone Fidler, ehemalige Freizeitassistentin bei Integration Wien

Ausflug nach Bratislava

Anfang Dezember waren der Winter und die Kälte schon da, aber wir haben nicht zugelassen, dass uns das demotiviert. Vor einer längeren Pause, in der wir uns nicht treffen werden, wollten Vicky und ich etwas besonderes machen. Und was kann lustiger sein als eine andere Stadt zu besichtigen? Wir haben uns schnell geeinigt und für Bratislava entschieden, denn die Stadt ist nur 50 Minuten mit dem Bus von Wien entfernt ist.

Am einem Samstag, um circa halb 8 in der Früh, haben Vicky und ich uns bei der Alserstraße getroffen und gemeinsam sind wir nach Erdberg gefahren, wo der Bus nach Bratislava abfährt. Obwohl wir beide Langschläfer sind, waren wir an dem Morgen ganz munter von Aufregung. Auch dan einer Menge Kaffee, den Vicky immer, ganz gescheit, schon zu Hause trinkt und ich in letztem Moment im Mc-y kaufe.

Nach 50 Minuten, waren wir in einem anderen Land. Als wir uns der Stadt annäherten, konnten wir die Burg Bratislavas aus dem Bus sehen. Vicky hat gemeint, dass sie so eine Festung noch nie gesehen hat und hat sich gefreut rauf zu gehen und die Burg zu besichtigen.

Da wir schon ziemlich fruh angekommen sind, waren noch keine Weihnachtsmärkte, die ein Muss auf unsere „to do“ Liste waren, geöffnet. Daher haben wir die Zeit genutzt, um ein Informationszentrum und einen Souvenirshop zu finden, wo wir uns einen Stadtplan besorgt und Souveniers zur Errinerung gekauft haben.

Nach einem schnellen Snack im Mc-y und Spaziergang durch die engen Straßen des Stadtzentrums sind wir zum Weihnachtsmarkt gekommen, der schon ganz lebendig und voll mit Leuten war, obwohl es noch nicht mal Mittag war. Die Stände mit slowakischen Köstlichkeiten, Punsch, Glühwein und Handwerken waren zwar merkwürdig, aber die Burg hat schon beim Ankommen unsere Aufmerksamkeit gestohlen und bald haben wir den glänzenden Markt verlassen und uns auf dem Weg zur Burg gemacht.


Die Aussicht von der Festung war wünderschön. Die ganze Stadt war sichtbar, mit ihren alten Häusern und der Donau, die unter den Mittagssonne geglitzert hat. In der Burg selbst war, unter anderem, auch das historische Museum der Stadt Bratislava, wo wir die nächste Stunde verbracht haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem wir von dem vielen neuen Eindrücken und Informationen müde und hungrig geworden sind, haben wir und entschieden wieder Richtung Stadt zu gehen und die traditionelle slowakische Küche zu kosten. Schnell haben wir ein slowakisches Restaurant gefunden, aber uns dann doch für etwas Bekanntes entschieden – Wiener Schnitzel natürlich.

Als die Sonne langsam untergegangen ist und wir unsere Kaffees ausgetrunken haben, war es schon Zeit, zurück zur Busstation zu gehen. Nach den Ausflug bleibt eine schöne Erinnerung, die Inspiration für neue Aktivitäten und Reisen bringt.

Jelena Cekerevac, Freizeitassistentin bei integration wien