An einem windigen Herbsttag mache ich mich mit Darko auf den Weg Richtung Landstraße/Mitte um uns dort mit Moritz und Julian vor einem chinesischen Restaurant zu treffen. Unser Interesse gilt jedoch nicht dem (vermutlich) leckerem chinesischen Essen, sondern der im Keller befindenden Kegelbahn.
Der ´Geheimtipp´ mit der Kegelbahn kommt von Moritz, der nur wenige Straßen entfernt von dem Restaurant wohnt und von den Angestellten des Restaurants persönlich begrüßt wird. Wie sich im Laufe des Nachmittags herausstellt, ist dies nicht das einzige asiatische Restaurant mit einer integrierten Kegelbahn in Wien. Warum dem so ist beziehungsweise wo die Hintergründe dieser Kombination von asiatischem Restaurant und Kegelbahn liegen, bleibt jedoch weiterhin unbeantwortet.
Den
Keller mit der Kegelbahn haben wir vier für uns. Bei gediegener Musik und
kühlen Erfrischungsgetränken entwickelt sich eine gepflegte Kegelpartie – nach
einer anfänglichen Eingewöhnungszeit steigert sich auch das Niveau des Spiels
kontinuierlich. Nach einer guten Stunde Kegeln auf ordentlichem Amateurniveau
und vor allem aber mit viel Einsatz und Spaß, beenden wir das Spiel mit vier
Gewinnern (das mitschreiben der Punkte wurde im Eifer des Gefechts übersehen).
Kaum
haben wir das Restaurant/Kegelhalle verlassen, machen wir vier uns auf den Weg
zum nächsten chinesischen Restaurant, diesmal aber tatsächlich fürs Abendessen.
Auch hier handelt es sich um einen ´Chinesen des Vertrauens´ von Moritz. Dies macht
sich diesmal aber nicht nur an der persönlichen Begrüßung bemerkbar, sondern
auch an der gratis Vor- und Nachspeise.
Nachdem
wir nun alle Vorzüge eines chinesischen Restaurants in Wien genossen haben, mache
ich mich mit Darko wieder auf den Heimweg. Übrig bleibt ein Tag voller Spaß und
gutem Essen, sowie einer neuen kulturellen Erfahrung bezüglich chinesischen
Restaurants in Wien.
Ein Beitrag von Paul Schätzel,
Freizeitassistent bei integration wien
Am 18.10.2019
machten sich Lisa, Aaron, Alyssa und ich voller Vorfreude auf den Weg zum
Verein „Balance“ um am Workshop „Menschliche Begegnungen“ mit Anne Michalek und
dem Schauspieler Emanuel Fellmer teilzunehmen. Die Organisatorin und der
Workshop-Leiter begrüßten uns schon am Eingang herzlich. Vor Beginn des
Workshops gab es noch eine kleine Stärkung: Im angenehm hellen Seminarraum, mit
Blick auf den wunderschönen Garten, erwarteten die 11 Teilnehmer frisches Obst,
Nüsse und Getränke.
Als erste Übung
wurden wir von Emanuel angewiesen uns durch den Raum zu bewegen, dabei den
Fokus zuerst auf die individuelle Wahrnehmung und dann auf die Raumwahrnehmung
zu legen. In weiterer Folge sollte während der Bewegung durch den Raum auf die
anderen Teilnehmer*Innen geachtet werden. Bei Zustandekommen von Augenkontakt
konnte dieser beliebig lange gehalten werden, um ein ungezwungenes miteinander
vertraut machen zu ermöglichen.
Die nächste Stufe
der Übung war es, der begegneten Person eine Hand auf die Schulter zu legen.
Aus dieser Übung heraus stand es uns frei, weitere Berührungen durchzuführen,
z.B. die zweite Hand auf die andere Schulter zu legen oder uns zu umarmen.
Dabei sollte versucht werden durch Augenkontakt einen Konsens herzustellen. Im
Anschluss wurde auch geübt eine Annäherung bzw. Berührung bewusst abzulehnen.
Eine weitere
Übung fand in Zweierteams statt. Jeweils eine Person hatte die Augen
geschlossen, während die andere Person eine beliebige Körperstelle sanft
berührte.
Als Abschluss der
Übungen gab es eine Feedback-Runde, in der jede/r Teilnehmer*In die soeben
gesammelten Erfahrungen beschreiben konnte. In der anschließenden Pause wurden
wir, mit dem von Anne selbst gebackenem Kuchen, verwöhnt.
Der Abschlussteil
des Workshops fand im sonnigen Garten statt. Es wurde weiter in Zweierteams
gearbeitet. Wir übten die Bewegungen unseres Gegenübers zu spiegeln. Als letzte
Übung „steuerten“ wir unsere Partner*Innen durch Berührungen am Rücken und
ließen uns mit geschlossenen Augen von ihnen lenken.
Der Workshop war
eine bereichernde Erfahrung hinsichtlich der Entwicklung sowohl eines
Eigenkörper-, als auch eines Fremdkörperbewusstseins. Die Teilnehmer*Innen
konnten auch spielerisch lernen einem Gegenüber durch körperliche Berührungen
Vertrauen zu schenken. Auf Grund dieser schönen Erfahrungen freuen Alyssa und
ich uns umso mehr auf den zweiten Teil dieses Workshops am 25.10.2019.
Ein Beitrag von
Sofia Baumgärtner, Freizeitassistentin bei integration wien
Seit Wochen, ja Monaten schon war der Auftritt der Monkeys of Earth beim Jubiläumsfest der Freizeitassistenz am 04.10. geplant. Als Bandprojekt der Integration Wien sind die Monkeys of Earth ein Aushängeschild und eine Herzensangelegenheit für alle Beteiligten.
(c) Habenreich Markus
Eugen und Antti, zwei unserer Freizeitassistenten, begleiten und leiten die Band seit ihren Anfängen. Eugen war jedoch zum Jubiläumsfest verhindert und da ich die Bandmitglieder von vergangenen Auftritten bereits persönlich kannte sprang ich ein um Antti und den Monkeys bei Aufbau, Soundcheck, ein paar organisatorischen Dingen und dem Abbau zu helfen.
(c) Habenreich Markus
Als Philipp, der Gitarrist der Band, mit seinem Subaru und dem Bandequipment im Kofferraum am Brunnenmarkt eintraf halfen wir ihm beim Ausladen und begannen mit dem Aufbau. Nach kurzer Zeit waren alle Instrumente aufgebaut, von den hilfsbereiten Technikern der Brunnenpassage mikrofoniert und wir konnten mit dem Soundcheck beginnen. Da Ron und Manu erst später hinzukommen konnten, übernahm ich Rons Bass und Antti den Gesang. Soweit lief alles reibungslos, der Sound war gut und die Vorfreude auf den anstehenden Gig stieg langsam aber sicher.
(c) Habenreich Markus
Während die anderen für das bunte Abendprogramm eingeplanten Künstler*innen mit letzten Proben und Vorbereitungen begannen, war es für mich an der Zeit Manu, die Sängerin der Band, von der BIM-Station abzuholen. Manu bewegt sich in Wien und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln komplett selbstständig und kommt zu den Auftritten in der Regel einfach zur nächstgelegen öffentlichen Haltestelle wo sie dann abgeholt wird. Die vereinbarte Haltestelle für diesen Auftritt war „Neulerchenfelder Straße / Brunnengasse“ und ich machte mich um 17:50, zehn Minuten vor dem vereinbarten Zeitpunkt, auf den Weg dort hin um auf Nummer Sicher zu gehen.
Da ich nicht wusste aus welcher Richtung sie ankommen würde, passte ich abwechselnd die ankommenden BIMs ab und hielt nach Manu Ausschau. So trabte ich im Zwei- bis Drei Minutentakt zwischen den Haltestellen hin- und her bis es schließlich halb Sieben war – keine Spur von Manu. Langsam wurde ich unruhig. Ich wusste, dass Manu kein Handy hat und ich somit keine Möglichkeit sie unterwegs zu erreichen. Gleichzeitig wusste ich nicht was sie machen würde, wenn wir uns doch irgendwie verpasst hätten und sie niemanden finden würde.
Nachdem ich weitere 15 Minuten auf- und ab-geschlendert war und sie immer noch nicht entdeckt hatte, machte ich mich in der Hoffnung sie hätte den Weg zur Brunnenpassage bereits ohne mich gefunden auf den Rückweg. Doch auch dort war sie nicht anzutreffen.
Antti befeuerte meine Sorgen weiter indem er mir versicherte so etwas sei bei den zahlreichen bisherigen Auftritten der Monkeys noch nie vorgekommen. Daraufhin machten wir uns noch einmal zu zweit auf die Suche rund um den Yppenplatz, doch auch dort keine Spur unserer Sängerin. Mittlerweile war es fast 19 Uhr und der Auftritt der Monkey of Earth nur noch eine Stunde entfernt. Aus Mangel an Alternativen machte ich mich schließlich noch einmal auf den Weg zur BIM-Station und siehe da: Auf einer Bank saß Manu und kam mir schließlich voller Vorfreude auf den Gig strahlend entgegen.
(c) Markus Habenreich
(c) Markus Habenreich
(c) Markus Habenreich
(c) Habenreich Markus
Sie konnte mir nicht sagen, ob es ein Missverständnis bezüglich des Zeitpunkts gab oder sie sich aus anderen Gründen verspätet hatte, aber ungeachtet dessen war ich einfach nur froh und erleichtert sie wohlauf gefunden zu haben. Als wir gemeinsam in der Brunnenpassage ankamen war die Erleichterung aller Beteiligten groß und der Rest des Abends konnte beginnen.
(c) Habenreich Markus
Der Auftritt selbst verlief schließlich völlig reibungslos und stimmungsvoll, wie alle Monkeys of Earth Konzerte, die ich bisher miterleben durfte und wir hatten alle gemeinsam einen wunderschönen Abend.
(c) Habenreich Markus
Ein Beitrag von Michi Herder, Freizeitassistent bei integration wien