Archiv des Autors: Stephanie Weislein

Urlaub am Attersee 2019 oder „Scheiß auf’s Wetter, egal ob man friert, Sommer ist was in deinem Kopf passiert“ *

Nun ist es schon wieder passiert. Die Reisegruppe Integration Wien hat sich erneut in freudiger Erwartung am Hauptbahnhof in Wien versammelt, um in einen schönen Urlaub und in einen schönen Sommer zu starten. Einige „Veteranen“ des letzten Jahres – wir waren bereits 2018 zu einem Urlaub am Attersee aufgebrochen – waren wieder an Bord, aber für einige war es auch die erste Reise zum Attersee und allgemein der erste Urlaub, ohne der eigenen Familie oder Familienmitgliedern. Diesmal warteten 22 Teilnehmer beim Hauptbahnhof – unter der großen Uhr – auf den Reiseleiter, welcher üblicherweise zum Schluss eintraf. Eigentlich wären 24 Personen für diese Reise angemeldet gewesen, allerdings hatte einer der Klienten in letzter Sekunde noch Entscheidungsschwierigkeiten und sich offenbar dazu entschlossen nicht aufzutauchen. Die Reisegruppe war aufgrund von zuggebundenen Fahrkarten etwas zu unflexibel noch länger auf ein mögliches Auftauchen des fehlenden Duos zu warten. Ich entschied mich dazu, den angepeilten Zug zu nehmen und für das fehlende Duo eine spätere Reise zu organisieren. Nachdem ich mich vergewisserte, dass alle da waren, setzte sich die Gruppe in Bewegung. Ziel war Bahnsteig 1 im Untergeschoss, denn der Zug der Wahl war auch dieses Jahr wieder die Westbahn. Die Eltern und Familienangehörigen, die uns am Bahnhof noch begleiteten, halfen uns dabei, dass alle rechtzeitig den Bahnsteig erreichten – ein nicht zu unterschätzendes Unterfangen bei geschäftigem Treiben am Wiener Hauptbahnhof.

Schließlich bestiegen wir den Zug und nahmen unsere reservierten Plätze ein. Ein geduldiger Schaffner regelte die Abrechnung und blitzschnell waren wir auch schon in Linz (tatsächlich ist man nur 01:14 Stunden unterwegs von Wien nach Linz). In Linz standen nun bereits drei Busse bereit, welche der Assistent Julian und der Reiseleiter Max bereitgestellt hatten. Für kurzfristige Anspannung sorgte, dass der Koffer von Roman leider am Bahnsteig in Wien vergessen worden war. Ein Assistent sprang daraufhin allerdings sofort wieder in den Zug und setzte Himmel und Hölle in Bewegung um diesen Koffer wieder aufzutreiben, was schlussendlich – zur Freude aller und besonders von Roman – auch gelang.

Mit den Bussen ging es dann weiter nach Weißenbach am Attersee. Diese Fahrt dauerte auch nicht viel länger als eine Stunde. Das Wetter sah zu diesem Zeitpunkt noch sehr vielversprechend aus, auch wenn die Wetterprognose für diese Woche leider nichts allzu Gutes verhieß. Aber darauf haben wir uns bereits eingestellt. Wir checkten schließlich in der Jugendherberge des Europacamps am Attersee ein und bezogen unsere Zimmer. Auch hier bestand wiederum wenig Unterschied zum letzten Jahr, wir wohnten wieder in den 6-Personen-Zimmern, nur hatten wir dieses Jahr 4 Zimmer gemietet.

Die Woche am Attersee verbrachten wir im Europacamp und richteten uns mit unseren Aktivitäten immer je danach, was das Wetter am jeweiligen Tag vorgab. Montag morgens sah das Wetter erstmal gar nicht schlecht aus, allerdings war es für einen Badetag leider zu bewölkt und zu kalt. Da wir allerdings dieses Jahr für unseren Aufenthalt nur das Frühstück in der Cafeteria des Camps gebucht haben, war allein für die Verköstigung unserer Reisegruppe im Sinne von Mittag- und Abendessen viel zu tun und viele Hände erforderlich.  Den ersten Abend verbrachten wir bei einer geselligen Jause vor dem Camp-Center des Europacamps.

Ein gemütlicher Abend

Da wir alle leidenschaftliche Selbermacher sind, machte das gemeinsame Kochen auch viel Spaß und war quasi ein wichtiger Programmpunkt. Auch bietet die Küche im Europacamp dank ihrer guten Ausstattung eine tolle Gelegenheit die Kochkünste der Gruppe unter Beweis zu stellen. Auch brachten sich viele Teilnehmer der Reisegruppe in diesen Prozess ein und brachten viele Vorschläge, was den gekocht werden könne. So gab es z.B. finnische Piroggen, einen asiatischen Eintopf aber auch Evergreens wie Spaghetti Bolognese und Pizza. Auch der Griller wurde häufig angeworfen.

Kochaction in und …

Außer des Kochens verbrachten wir die Zeit mit sportlichen Aktivitäten wie Fußball, Speedminton, Volleyball oder Minigolf. Die „fixen Programmpunkte“ des Urlaubs beschränkten sich auf die Festlegung der Mahlzeiten, dazwischen war freie Beschäftigung möglich. Diese wurde für Rast, sportliche Aktivitäten, Musik oder eigene Beschäftigung genutzt. Durch die große Anzahl der Teilnehmer fanden sich die für die meisten Aktivitäten notwendigen Paare und Gruppen mit großer Leichtigkeit.

vor der Camp Küche

An regnerischen Tagen stand uns in der eigenen Badeanlage des Europacamps auch ein eigenes Kino zur Verfügung, welches wir – wegen des schlechten Wetters – auch „leider“ zweimal genutzt haben. Auch eine Disco stand für eine fröhliche Abendgestaltung zur Verfügung, welche wir ebenfalls nutzten.

Spaghetti-Bolognese gehen immer!

So wurde das Kino am Dienstag und Freitag genutzt, da es an diesen Tagen leider regnete. Am Freitag stand der Kinonachmittag ganz im Zeichen von Josef Hader und seinem Kabarett-Programm, welches sich unter den Klienten und Assistenten einer sehr großen Beliebtheit erfreut. Der Mittwochabend war der bunte Abend dieser Woche und wir begaben uns in den großen Seminarraum des Camps um dort den Vorstellungen der Klienten und Assistenten beizuwohnen. Das war ein riesiger Spaß, auch weil sich beinahe jeder mit einer eigenen Performance beteiligte. Dienstag und Mittwoch waren zwei schöne Tage, welche wir dann am campeignenen Badestrand verbrachten und jeden Sonnenstrahl auskosteten. Am Donnerstag haben wir uns dazu entschlossen das nah gelegene Bad Ischl zu besuchen, um diesem Urlaub auch den Hauch einer Kulturreise zu verleihen (und weil es an diesem Tag leider auch wieder geregnet hatte).

Endlich Sonne!

Samstag gegen Mittag brachen wir – wieder bei strömenden Regen – Richtung Linz auf, um von dort wieder mit dem Zug nach Wien zu gelangen.

Wie auch schon das Jahr zuvor, war dieser Urlaub eine großartige Erfahrung, welche allen Teilnehmern sicherlich in Erinnerung bleibt. Leider spielte das Wetter dieses Jahr nicht mit und wir hatten leider einige Regentage – was den Spaßfaktor allerdings nicht minderte.

Auf Wiedersehen!!

Ein Beitrag von Max Schauer, Freizeitassistent bei integration wien
+ Wise Guys – „Sommer“

Monkeys of Earth bei der Signale 2019 in der Arena Wien

Am 26.09., einem Donnerstag, haben die Monkeys of Earth ihr langerwartetes Arena-Konzert gespielt.  

Nach dem Soundcheck haben wir im Backstage-Bereich gesessen, die Setlist geschrieben und mit anderen Bands getratscht.  

Es war eines von den bisher stimmungsvollsten Konzerten.
Danke an alle Fans, die mit den Monkeys abgegangen sind.

Ein Beitrag von Antti Kaikkonen, Freizeitassistenz bei integration wien

Teambuilding: Kanufahren auf der Donau

Am 13. September um zehn Uhr trudelten wir Assistent*innen in Fischamend zum Treffpunkt mit Lukas ein, der uns die zwei Tage als Coach begleiten sollte. Neben klassischen Teambuildingmaßnahmen stand vor Allem eine Kanufahrt von der Fischa nach Hainburg an, mit geplanter Übernachtung am Donauufer.

So starteten wir in Fischamend und kamen gegen zwölf bei der Donaumündung an, wo wir Rast machten und uns in einer Runde über unsere derzeitige Situation und Ziele bezüglich der Freizeitassistenz austauschten. Anschließend begaben wir uns auf die Donau, wo sich die gemütliche Teambuildingsituation drastisch ändern sollte.

Auch Kanufahren will gelernt sein. Dies sollte zumindest eine unserer beiden Bootsbesatzungen schmerzlich lernen. In einem kurzen Moment der Unachtsamkeit fuhr diese nämlich auf eine Boje auf und kenterte. Nun war die Situation gekippt: fünf Leute lagen im Wasser, Gepäckstücke trieben herum und ein Lastenschiff kam gefährlich nahe auf uns zu, zudem befand sich das zweite Boot auf der anderen Seite der Donau. Nun musste schnell ein Rettungsmanöver gestartet werden, wobei Lukas uns perfekt anleitete. Blitzschnell überquerten wir die Donau und sammelten unsere Kollegen und zumindest einen Teil des Gepäcks ein, während das Lastenschiff ein Ausweichmanöver einleitete. Vollbeladen schafften wir es samt gekentertem Boot ans Ufer. Nach einer Bestandsaufnahme, welche für manche sehr schmerzlich verlief (Handys, Geldbörsen, Schlafsäcke, Kocher, Schlüssel und Lebensmittel gingen verloren), machten wir die Boote wieder fahrtüchtig und ruderten zu unserem Nachtplatz.

Dort angekommen hieß es erstmal Sachen trocknen. Durch die Rettungsaktion lief auch Wasser ins andere Kanu hinein, weswegen alle Sachen durchnässt waren. So legten wir all unser Hab und Gut am Strand auf, was ein witziges Bild ergab. Den Rest des Tages erholten wir uns von den Ereignissen des Tages, wobei wir, aufgrund der verlorenen Lebensmittel und Kochmöglichkeiten, in einem Wirtshaus einkehrten. Dort ließen wir den Abend gemütlich bei ein paar Bier und deftigen Essen ausklingen, wobei die Karte des Wirtshaus ausschließlich sieben Varianten Fleisch mit Erdäpfel bot. Für unsere Vegetarier fand der Koch jedoch noch eine Alternative. Gegen zehn bezogen wir unsere Zelte und vielen allesamt erschöpft in die Betten.

Am nächsten Vormittag wanden wir und dann wieder den „klassischen“ Teambuilding Aufgaben zu, wobei wir einen Leitfaden für die Aufgaben in der Freizeitassistenz erstellten. Dabei verknüpften wir den Bootsunfall und unsere positiven Reaktion darauf, mit unseren beruflichen Tätigkeiten. Gegen Mittag traten wir dann den Rest der Bootsfahrt nach Hainburg an. Dort angekommen luden wir die Kanus aus, packten unsere Sachen zusammen und verabschiedeten uns noch bei einem Gruppenfoto. Dann traten wir per Zug die Heimreise nach Wien an.

Die zwei ereignisreichen Tage brachten uns sicherlich ein Stück weiter zusammen, wobei auch der Spaß nie zu kurz kam. Auch dank eines motivierten Coaches, der uns wirklich herausragend angeleitet hat.

Ein Beitrag David Binder, Freizeitassistent der Integration Wien