Roman, der Herbst und ein Schmelztiegel

Was wird man sich denn nun unter diesem Titel schon vorstellen? Zugegebenermaßen etwas schwierig. Aber das erste Bild klärt gleich über zwei der Begriffe im Titel auf. Zum einen sehen wir hier Roman, einen jungen Mann (älter als ich) den ich nun seit Oktober begleite – wir kennen uns allerdings schon länger und haben schon einige Unternehmungen und Abenteuer (Urlaub z.B.) miteinander erlebt.

Roman und Max am Naschmarkt bei einem Gläschen Cay.


Zum andern sehen wir hier den Herbst, nicht direkt, aber durch die dicken Jacken und Hauben können wir erahnen, dass sich das Jahr 2019 bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befindet. Roman und ich flanierten etwas durch den Wiener Naschmarkt, als uns ein Teeladen in seinen Bann zog. Ich kaufte mir nach umfassendem Studium der Sorten ein ½ Kilo türkischen Schwarztee – Cay. Daraufhin lud uns der Ladenbesitzer auf eine Tasse heißen Cay ein – wir konnten nicht Nein sagen. Diese Tasse Tee passte wiederum sehr gut zum Herbst – ein weiterer Punkt für den Herbst.
Zwei Punkte der Überschrift wurden nun aufgeklärt. Der/Die aufmerksame Leser/in dürfte bemerkt haben, dass sich in der Überschrift allerdings noch ein dritter – etwas unüblicher Begriff – befindet. Eventuell kann das nächste Bild dafür eine Erklärung liefern.

Roman vor dem LD-Konverter.

Szenenwechsel. Wir befinden uns nun im Technischen Museum Wien. Dorthin haben wir uns nach unserem Naschmarkt-Bummel begeben. Besondere Aufmerksamkeit erhält natürlich sofort dieser 9 Meter hohe originale Schmelztiegel. Darin wurde allerdings nicht Gulaschsuppe gekocht, sondern Roheisen zu Stahl veredelt, allerdings nicht im Technischen Museum, sondern in Linz und Donawitz. Informationen, welcher mir der Roman liefern konnte. Wir erkundeten weiter das Museum (schafften ungefähr ¼ der Ausstellungen des Museums) und erzählten uns gegenseitig die Dinge die wir bereits wussten.

Roman, Antti und Max im Cafe „Benno“.


Nach dem Besuch im Technischen Museum begaben wir uns gemütlich ins Cafe Benno, wo wir den Abend noch gemütlich mit Antti und Bassam und munterem Geschichtenerzählen ausklingen ließen. A Day in the life. Bis zum nächsten Mal.
Ein Beitrag von Max Schauer, Freizeitassistent bei integration wien

Ein lustiger Abend mit Stefanie

(c)pixabay

Nach einem netten ersten Kennenlernen bei dem Erstgespräch mit Stefanie freute ich mich schon im Vorfeld auf unser bevorstehendes gemeinsames Treffen. Um uns besser kennenlernen zu können, verabredeten wir uns in einer Spielebar, um gemeinsam zu plaudern und zu spielen. Als wir bei der Spielebar ankamen standen wir leider vor verschlossenen Türen. Da die Bar erst später aufsperrte entschlossen wir uns kurzer Hand dazu, noch einen Kakao und einen Kuchen in einem anderen Café zu kaufen. Wir verstanden uns von Anfang an sehr gut und hatten uns auch viel zu erzählen. Steffi erzählte mir unter anderem von den vielen Reisen, die sie schon unternommen hatte. Es war sehr spannend ihren Geschichten zu lauschen, da ich selbst auch sehr gerne reise und neue Kulturen kennenlerne.

Später in der Spielebar spielten wir dann ein paar Runden „Mensch ärgere dich nicht“ und „Uno“. Die Zeit verging dabei sehr und wir hatten wirklich viel Spaß. Beim Heimgehen beschlossen wir, uns aufzuschreiben, wer wie oft gewonnen hatte, um bei diesem Spielestand das nächste Mal fortsetzen zu können.

Es war ein toller Abend bei dem Steffi und ich uns besser kennenlernen konnten. Ich freue mich schon auf viele weitere gemeinsame Aktivitäten.

Ein Beitrag von Jasmin Teufel, Freizeitassistentin bei integration wien

Stammtischgeschichten

Die Tische sind voll, beim Stammtisch im Wirr!

Die niedrigen Temperaturen, der strömende Regen und pfeifende Wind des Novembers verlegt die Aktivitätsbereiche der Freizeitassistenz zumeist in die wohligen Innenräume der Stadt. Draußen spürt man die Kälte, doch diese ist noch nicht soweit fortgeschritten, um die Regentropfen in Schneekristalle zu verwandeln und Wien in eine weiße Decke zu hüllen mit der die Vorzüge des Winters einhergehen. Dicke Pullis und Winterjacken schaffen auch in diesen Tagen Abhilfe gegen das trübe Klima, doch in den Monaten, in denen es die Sonne eilig zu haben scheint den Horizont zu verlassen, bedarf es wohl weniger physischer, sondern eher sozialer Wärme.

Moritz genießt sein Fanta!
Thomas beim Plaudern

Deshalb versammelten sich am 12.11. wieder 10 (+) Assistenzpaare, um sich beim gemeinsamen Stammtisch im Wirr auszutauschen. Der Organisator des Stammtisches, Freizeitassistent Haris, hatte an diesem Tag sogar Geburtstag und lud zum fröhlichen Feiern ein. Dies führte dazu, dass beim Stammtisch nicht nur Personen aus dem Kosmos der Integration Wien anwesend waren, sondern auch einige FreundInnen von Haris – Inklusion pur.

Das Spannende an den monatlich stattfindenden Stammtischen ergibt sich daraus, dass sie eigentlich recht unspektakulär verlaufen. Wie bei jedem anderen Stammtisch wird gut gegessen und getrunken, es findet ein reger Austausch zwischen allen TeilnehmerInnen statt, Pläne werden geschmiedet, neue Freundschaften geschlossen, alte gepflegt.

Moritz bot Ida und Luise beispielsweise an, einmal gemeinsam Eislaufen (oder “Schlittschuhlaufen“, wie Ida zu sagen pflegt) zu gehen. Luise war sehr begeistert von der Idee, ich würde gar sagen “Feuer und Flamme“, wenn dies im Kontext des Eises nicht eher unpassend wäre. So werden wir uns, sobald die die Eislaufplätze eröffnet sind, treffen und Luise das Schlittschuhlaufen näherbringen.

Reser-viert für die Freizeitassistenz!

Die gemeinsamen Stammtische sind jedes Mal so erhellend, weil sie die Zelebration des Alltäglichen darstellen. Freizeitassistenz muss nicht immer die Suche nach den außergewöhnlichsten Aktivitäten bedeuten. Auch gemütliches Beisammensein kann alle Beteiligten ein Stückchen nach Vorne bringen. Ich denke daraus ergibt sich auch der hohe Andrang an diese Events, bei denen die reservierten Tische randvoll ausgelastet sind und die übrigen Gäste neugierige Blicke auf das stattfindende Fest werfen. Ich freue mich also auf den nächsten Stammtisch, der wieder außergewöhnlich gewöhnlich sein wird, aber auch auf das gemeinsame Eislaufen mit Moritz, Ida und Luise bei dem auch wieder ein kleines Maß an Nervenkitzel aufkommen wird.

Ein Beitrag von Julian Reitetschläger, Freizeitassistent bei integration wien