Auf dem Foto sieht man viele bunte Luftballons vor einem blauen Himmel.

Vor 40 Jahren haben Eltern begonnen, für etwas zu kämpfen, das heute selbstverständlich sein sollte: Ihre Kinder mit Behinderungen sollen ihren eigenen Weg gehen können.

Aus dieser Initiative ist integration wien entstanden. Zum 40-jährigen Bestehen blicken wir auf vier Jahrzehnte zurück: auf große Erfolge, wichtige Veränderungen und schmerzliche Rückschläge. Die Geschichte von integration wien zeigt deutlich: Wir haben viel erreicht – und es bleibt noch viel zu tun.

Nach vielen Gesprächen und Treffen von betroffenen Eltern und Interessierten wuchs Mitte der 1980er Jahre der Wunsch, Inklusion für alle zu ermöglichen. So kam es im September 1986 zur Gründung von integration wien unter dem Motto „Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen“.

Seither hat der Verein viel bewirkt: Er hat Barrieren sichtbar gemacht, Veränderungen im Bildungssystem angestoßen und Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen auf ihrem Weg zu mehr Selbstbestimmung begleitet – von der frühen Bildung über Schule und Beruf bis zum selbstbestimmten Wohnen und zur gesellschaftlichen Teilhabe.

Renate Jung übernahm als erste Vorsitzende die Leitung. In ihre Amtszeit fiel die Organisation des 1. Symposiums auf der Wirtschaftsuni Wien – ein großer Erfolg.

Helene Pumm, die 1989 den Vorsitz übernahm, setzte sich politisch und in der Öffentlichkeitsarbeit für das Recht auf Integration im Grundschulbereich ein. 1993 wurde die 15. SchOG Novelle im Parlament verabschiedet. In dieser Zeit stellte der Verein die ersten Mitarbeiter*innen an. (Darunter Monika Haider – heute Ballmutter des Diversity Balls.)

Die Verabschiedung der 16. SchOG Novelle1996, die das Recht auf Integration auf die Sekundarstufe ausweitete, fällt in die Zeit, in der Christa Polster den Verein leitete. In diesen zehn Jahren baute integration wien den Beratungsschwerpunkt „Kindergarten und schulische Integration“ aus, gründete eine integrative Wohngemeinschaft und etablierte eine Freizeitbegleitung.

Die „berufliche Integration durch Arbeitsassistenz“ und das Clearing Projekt legte der Verein 2003 zurück, weil die Bedingungen der Fördergeber nicht mit unseren Grundsätzen vereinbar waren.

Im selben Jahr übernahm Renate Seper den Vorsitz – mit nur einer Mitarbeiterin, Waltraud Engl. Seper setzte sich maßgeblich dafür ein, die Teilqualifizierungslehre gesetzlich zu verankern. In dieser Zeit entstanden das Projekt Freizeitassistenz und das Elternnetzwerk. 2012 übergab sie den Verein mit sieben Mitarbeiter*innen an Klaus Priechenfried .

Unter seiner Leitung wuchs die  Wohnbegleitung und neue Übergangsmodelle von der Schule ins Berufsleben, wie das Projekt P.I.L.O.T. entstanden. Die Zahl der Mitarbeiter*innen stieg stetig.

Im vergangenen Jahr fielen das Projekt P.I.L.O.T. und das ElternNetzwerk Sparmaßnahmen zum Opfer. Der Verein konnte die abgespeckten Projekte noch ein halbes Jahr aus Rücklagen finanzieren. Dann war endgültig Schluss.

Die Geschichte von integration wien ist seit der Gründung geprägt von großen Errungenschaften und schmerzlichen Rückschlägen.

 

40 Jahre bieten nicht nur Anlass zurückzublicken, sondern auch den Blick nach vorne zu richten – gemeinsam mit unseren Wegbegleiter*innen. Denn bei aller Veränderung bleibt eines klar: Es gibt noch viel zu tun.

Damit wir diesen Weg auch in den kommenden Jahren gemeinsam weitergehen können, sind wir auf Menschen angewiesen, die unsere Arbeit mittragen und stärken. Wenn Sie uns dabei unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende. Jeder Beitrag hilft uns.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

integration wien

Tannhäuserplatz 2/1
1150 Wien
Telefon: 01 / 789 26 42
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www.integrationwien.at