Kultur-Transfair

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Er lebt auch von guten Beziehungen, tiefen Erfahrungen, Auseinandersetzung und Freundschaften. Kunst und Kultur können Überlebensmittel sein, die helfen, den Atem nicht zu verlieren.“

(Martin Schenk, Armutskonferenz)

Kooperation mit der Aktion Hunger auf Kunst und Kultur

Um auch sozial benachteiligten Menschen ungehinderten Zugang zu Kultur zu schaffen, wurde der „Kulturpass“ ins Leben gerufen. Dieser ermöglicht freien Eintritt in Kultureinrichtungen. Heute zählt die Aktion österreichweit mehr als 700 Kulturinstitutionen quer durch alle Genres wie Museen und Ausstellungshäuser, Theater, Tanzhäuser, Musiksäle, Kinos, Festivals und mehr als 600 Partnerorganisationen im Sozialbereich, so auch integration wien.

Bei integration wien kann dieser Kulturpass für folgende Personen beantragt werden:

  • Menschen, die die unter der Armutsgefährdungsgrenze leben
  • BezieherInnen der Bedarfsorientierten Mindestsicherung oder Mindestpension
  • Menschen mit Notstandshilfe
  • Menschen in Grundversorgung

Das Programm „KulturTransfair“ vernetzt Sozialeinrichtungen mit Kultureinrichtungen, die in partnerschaftlichem Zusammenwirken maßgeschneiderte Angebote schaffen, und dabei unterstützen, Barrieren abzubauen. Im Rahmen dieses Programms führten wir 2016 und 2017 zwei Projekte mit unterschiedlichen Schwerpunkten durch.

    2017: „Tanzend in die Freizeit“

      Unser diesjähriger Kooperationspartner war das Tanzquartier Wien.

        Im Rahmen des Projekts lernten 6 junge Erwachsene und ihre FreizeitassistentInnen, die sie begleiteten, das Tanzquartier Wien als Institution und zeitgenössischen Tanz und Performance als Kunstform kennen. In einer Reihe von Workshops und dem Besuch einer Tanz-Performance wurde den Teilnehmenden nicht nur die Möglichkeit geboten, sich kreativ auszudrücken und gemeinsame Zeit mit Gleichgesinnten zu verbringen, sondern es wurde ihnen auch der Zugang zu einer Kulturinstitution erleichtert.

          Die Workshops wurden von den bekannten Choreografinnen Doris Uhlich und Vera Rebl geleitet, die Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung haben beziehungsweise selbst in Kompanien von Menschen mit und ohne Behinderung aktiv sind.

            Lesen Sie hier, hier und hier Berichte unserer FreizeitassistentInnen über das Projekt. Hier geht's zur Fotogalerie "Tanzend in die Freizeit" von Nick Mangafas.

                2016: „Kunst bewegt“

                  Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner, dem Kunsthistorischen Museum Wien, gestalteten wir vier spannende Workshops. Unter dem Motto „Kunst bewegt“ lernten insgesamt 10 Jugendliche und junge Erwachsene in Begleitung ihrer FreizeitassistentInnen die Sammlungen des Museums kennen und beschäftigten sich als „ExpertInnen“ mit für sie relevanten Themen, welche anhand von Bildern und Objekten aufgegriffen wurden. Im Atelier konnten sie dann ihre Ideen zu diesen Themen mit unterschiedlichsten Techniken und Materialien kreativ verarbeiten. Am Schluss gab es eine kleine Präsentation der angefertigten Werke im Atelier des Museums, zu der Familie und Freunde eingeladen waren.

                    Lesen Sie hier, hier, hier und hier Berichte unserer FreizeitassistentInnen über das Projekt.

                      Hier geht`s zur Fotogalerie „Kunst bewegt“ von Nick Mangafas.