{"id":2076,"date":"2017-05-04T12:26:16","date_gmt":"2017-05-04T10:26:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.integrationwien.at\/blog\/?p=2076"},"modified":"2017-06-13T14:10:44","modified_gmt":"2017-06-13T12:10:44","slug":"die-linzer-torte-in-unserem-herzen-unsere-reise-nach-oberosterreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.integrationwien.at\/blog\/?p=2076","title":{"rendered":"Die Linzer Torte in unserem Herzen: Unsere Reise nach Ober\u00f6sterreich"},"content":{"rendered":"<p><strong>Matthias:<\/strong><\/p>\n<p>Es war von langer Hand geplant: Wir w\u00fcrden definitiv nach Ober\u00f6sterreich fahren, so viel stand schon fest. Doch wann genau, stand anfangs noch in den Sternen. So kam es, dass wir uns auf den 25.2. einigten. Der Zeitpunkt lag noch genau in den Semesterferien und war nat\u00fcrlich auch f\u00fcr Theresa deshalb ideal, weil sie genau in diesem Moment noch ihr Praktikum machte. Doch der Tag fing etwas anders an, als geplant.<\/p>\n<p>Vollkommen \u00fcberm\u00fcdet, um ca. sieben oder acht Uhr, breche ich mit meiner Mutter und meinem Stiefvater zum Westbahnhof auf, wobei ich kaum auf eigenen Beinen stehen kann. Bis zur ersten Trafik sind es gef\u00fchlt hunderte Kilometer. Etwas verwirrt erkl\u00e4rt uns die Trafikantin, wie man fahren m\u00fcsste. \u201eHin und zur\u00fcck?\u201c, fragt sie. Ich nicke. \u201eDann zweimal!\u201c. Jetzt erstaunt sie uns doch. Zwei ganze gro\u00dfe, wertvolle Tickets muss ich also kaufen. Und wann geht der Zug? \u201eIn zehn Minuten!\u201c. Jetzt platzt uns allen endg\u00fcltig der Kragen: \u201eH\u00e4tten Sie uns das nicht fr\u00fcher sagen k\u00f6nnen?\u201c. <strong>Die Westbahn in einem solch riesigen Bahnhof zu finden ist komplizierter, als im Labyrinth von Knossos den Minotaurus zu erkennen. Kreuz und quer rennen wir durch die Landschaft, und weit und breit nur Z\u00fcge, Z\u00fcge und nochmals Z\u00fcge.<\/strong> Erst da erkenne ich schlie\u00dflich die gr\u00fcn-wei\u00dfe Westbahn, welche ganz elegant auf den Schienen steht. Kaum Zeit mich zu verabschieden, denke ich mir noch, als ich schlie\u00dflich dazu gezwungen bin, einen extrem hastigen Sprint einzulegen. Und mit dem letzten Schritt, quasi bevor mich die Bahn zerquetscht, erreiche ich das Innere des Zuges. In Eile suche ich mir einen Platz an der rechten Seite des Zuges aus, wo mich allerdings Mama und Wolfgang kaum sehen k\u00f6nnen. Nur kurz treffen sich unsere Blicke. Ich sehe sie beide winken. Ein gequ\u00e4ltes L\u00e4cheln, Zeit f\u00fcr Teletubbie-Winke!<\/p>\n<p>Doch dann sinke ich leicht in meinem Sitz zusammen. Ich starre leicht verunsichert geradeaus. Und warum? <strong>An dieser Stelle muss ich ein Gest\u00e4ndnis machen: Obwohl ich in weniger als drei Monaten 23 Jahre alt werde, ist diese Zugfahrt<\/strong> &#8211; abgesehen von einer ganz kleinen von Felixdorf im Bezirk Wiener Neustadt (N\u00d6) nach Wien-Meidling &#8211; <strong>meine ALLERERSTE Zugfahrt, die ich GANZ ALLEINE machen muss!<\/strong><\/p>\n<p>Und man merkt daher als Zuseher ganz schnell, dass hier etwas in meinem Inneren sich bewegt, mir ist ganz und gar nicht wohl bei der Sache. <strong>Ich f\u00fcrchte mich sogar vor den Angestellten. Ja, sie sind ganz unheimliche Gestalten. Man wei\u00df, dass es auch in Z\u00fcgen Securities gibt. Und deren makabere Art tut mir gar nicht gut<\/strong>. \u201eFAHRSCHEIN!\u201c, br\u00fcllt da schon ein Organ. Das tut mir ganz und gar nicht gut. Super, diese verwurschtelten Tickets in der Geldtasche. Beide m\u00fcssten doch in Ordnung sein? \u201eDankeeeeeeee\u2026\u201c l\u00e4chelt mich der junge Mann an. Ja, vielleicht habe ich auch etwas \u00fcbertrieben. Es war eh nur ein ganz junger, freundlicher Mann. Ich empfand das ganz einfach nur so\u2026<\/p>\n<p>Was ich jetzt bei der Stadtgrenze von Wien f\u00fchle, ist ein gro\u00dfer Stich im Herzen. Und jede Menge Durst. Diese Austrocknung passiert so gut wie immer, wenn es mir so gar nicht gut geht. Verstohlen nehme ich meine Flasche aus dem Rucksack. Wehe es sieht mich jetzt jemand. Bei dem Konsumzwang?! Doch es gl\u00fcckt: Eine Wohltat f\u00fcr meine Kehle. Kurz danach jedoch h\u00f6re ich eine Stimme: \u201eTrinken?\u201c. Es ist doch wohl klar, was ich einem solchen Opportunisten ins Gesicht schleudern w\u00fcrde, oder? Genau: \u201eEistee!\u201c.Es ist wohl klar, wozu dies f\u00fchrt: Zu extremem Drang, aufs Klo zu gehen. <strong>Wissen Sie aber, was passiert, wenn man in einem Zug aufs Klo geht? Man lebt hier wie im \u201eRaumschiff Enterprise\u201c. Man steht ewig lang vor einer Metallt\u00fcr, die wie ein Halbkreis geformt ist. Dann muss man auf einer einzigen kleinen Sch\u00fcssel sitzen, umgeben von Urin. Wirklich wundersch\u00f6n! Da w\u00fcrde ich mich ja selber wegbeamen wollen\u2026<\/strong><\/p>\n<p>Langsam aber sicher fange ich an, mich zu entspannen. Ich betrachte die an mir vorbeiziehende Landschaft mit gr\u00fcnen Feldern &#8211; typisch f\u00fcr Nieder\u00f6sterreich. Der Wind bl\u00e4st\u2026 die Zeit steht still\u2026 der Zug f\u00e4hrt in einen Tunnel. Das ist die L\u00f6sung! DAS IST ES! Ich taste nach meinem Kopfh\u00f6rer. <strong>Zeit meinen Arzt anzurufen!<\/strong> <strong>Das geht nicht so schwer. Ich stecke mir die Kopfh\u00f6rer in die Ohren, und da ert\u00f6nt die Stimme meines Arztes: \u201e<em>Wind was blowing, time stood still!<\/em>\u201d. Ich beginne zu l\u00e4cheln. <em>\u201cEagle flew out of the night<\/em>\u201d. Ja, Peter Gabriel kann mich immer beruhigen. Erst jetzt erkenne ich die Sch\u00f6nheit der Landschaft.<\/strong><\/p>\n<p>Wir halten in St. P\u00f6lten, in der gro\u00dfen Landeshauptstadt des Erwin Pr\u00f6ll. Nun kann ich mich langsam aber sicher darauf einlassen, dass es nun keinen Weg zur\u00fcck mehr gibt. <em>\u201eIt\u00b4s too late, the modern\u00b4s out of date\u201c<\/em>, dr\u00f6hnt es aus den Lautsprechern. Richtig. Und deswegen genie\u00dfe ich nun die Grenzfahrt ins sch\u00f6ne Ober\u00f6sterreich. Und ich sehe die wundersch\u00f6ne Donau vor mir. Da pl\u00f6tzlich klingelt das Telefon: Meine Frau Mama will wieder einmal alles wissen. Einen Kopfh\u00f6rer im rechten Ohr, das Handy am linken, murmle ich nur: \u201eJa, passt alles\u201c. Ob es denn angenehm sei, fragt sie. <em>\u201eJFK &#8211; he took your ticket yesterday!\u201c<\/em>. Nun\u2026 Ich h\u00f6re in mich hinein: Ja, es geht so. \u201e<em>In a humdrum!\u201c<\/em>. Aber nat\u00fcrlich muss ich da gleich mal nach dem Konsumzwang fragen: \u201eNein, das macht gar nichts, da kann dir niemand etwas anhaben!\u201c. Sehr sch\u00f6n. <em>\u201eIn a humdrum\u201c.<\/em><strong> Und da bin ich auch endlich bereit, mich im strahlenden Sonnenschein Richtung Bahnhof zu begeben. Ich stehe auf, mein leichtes Gep\u00e4ck in der Hand. <em>\u201eOpen my heart, there\u00b4s no place to go\u2026\u201c<\/em>. Der Zug f\u00e4hrt ein, die T\u00fcr geht auf. <em>\u201cCause my heart don\u00b4 t need no status quo\u201d.<\/em> Wer h\u00e4tte gedacht, was mich hier erwarten w\u00fcrde?!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Theresa:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ich warte schon gespannt auf meinen lieben Gast am Linzer Bahnhof.<\/strong> Gott sei Dank ist der Bahnhof ja relativ klein, und wir finden uns sofort. Einen Augenblick sp\u00e4ter begr\u00fc\u00dfe ich schon den Reisenden und freu mich sehr mit ihm, dass die erste Zugreise alleine so toll geklappt hat (h\u00e4tte ich ja auch nicht anders erwartet&#8230;) \ud83d\ude42<br \/>\n<strong>Und so starten wir sogleich in das dicht gef\u00fcllte Sightseeing-Programm der Industriestadt. &#8222;In Linz beginnt\u2018s&#8220;, wie auch das Motto der Stadt so sch\u00f6n gr\u00fc\u00dfen l\u00e4sst.<\/strong> Wir schlendern mal gem\u00fctlich durch die Stadt, denn das Wetter hat es an diesem Tag gut mit uns gemeint. Einer der ersten sch\u00f6nen Fr\u00fchlingstage, ein wenig kalt noch aber daf\u00fcr umso sonniger. Der Linzer Dom ist unsere erste gro\u00dfe Sehensw\u00fcrdigkeit, die wir besichtigen. Ein wenig klein f\u00fchlt man sich in diesem gro\u00dfen dunklen Geb\u00e4ude schon, aber Matthias nutzt gleich die Gelegenheit, um einige tolle Erinnerungsfotos zu machen.<br \/>\nWeiter geht es Richtung Schlossberg, wo uns der erste Ausblick \u00fcber die Stadt erwartet. Unentwegt versuche ich so gut ich kann, m\u00f6glichst viele Linz-Details aus meinem Kopf zu kramen und eine halbwegs interessante Touristen-F\u00fchrung zu gestalten, nicht selten kommt es aber vor, dass Matthias eh mehr wei\u00df als ich \ud83d\ude42<\/p>\n<div id=\"attachment_2078\" style=\"width: 499px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2078\" class=\" wp-image-2078\" alt=\"01\" src=\"http:\/\/www.integrationwien.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/01-768x1024.jpg\" width=\"489\" height=\"651\" srcset=\"https:\/\/www.integrationwien.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/01-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.integrationwien.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/01-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.integrationwien.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/01-624x832.jpg 624w, https:\/\/www.integrationwien.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/01.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 489px) 100vw, 489px\" \/><p id=\"caption-attachment-2078\" class=\"wp-caption-text\">Matthias vor der Linzer Pests\u00e4ule<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Suche nach einem passenden Lokal f\u00fcr das Mittagessen gestaltet sich als schwieriger als erwartet. <strong>Aber auf dem Weg zu einem Wirtshaus erwartet uns am Linzer Taubenmarkt eine spektakul\u00e4re \u00dcberraschung. \u00dcber diese lass ich nun aber Matthias berichten&#8230; \ud83d\ude09<\/strong><\/p>\n<p><strong>Matthias:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Im Grunde war diese Erscheinung gar nicht geplant. Ja, wahrhaftig Erscheinung. Doch was um alles in der Welt k\u00f6nnte dieses merkw\u00fcrdige Ph\u00e4nomen nur sein, dass sogar das Radio Ober\u00f6sterreich sich extra zu einer Reportage aufmacht?<\/strong> Nun, ganz einfach: Zun\u00e4chst muss man sich durch eine riesige Menschenmenge den Weg bahnen, welche schlichtweg nur eines kann: Gaffen! Dann braucht man noch ein bisschen Liebe im Herzen und gleichzeitig gro\u00dfen Mut im Bauch. Denn dann erblickt man unglaubliche Sch\u00f6nheiten. F\u00fcr die M\u00e4dchen interessant w\u00e4re der halbnackte Lulatsch neben meiner pers\u00f6nlichen Liebe: Drei wundersch\u00f6ne M\u00e4dchen im sonnengelben Bikini r\u00e4keln sich in der Sonne. Und das bei acht Grad! \u201eWir werden in einer Stunde den Sieger haben!\u201c, verk\u00fcndet eine Moderatorin vom Radiosender. Das hei\u00dft, sofern nicht der Notarzt kommt. Denn der steckt direkt daneben. Doch f\u00fcr mich sind sie ohnehin alle Gewinner! <strong>Und ich schw\u00f6re bei Gott, sie schauen in meine Richtung! Und ich h\u00f6re sie immerzu in meinem Kopf: \u201eMatthias! Oh, Matthias!\u201c. Der Hall ist schier endlos gro\u00df. Und ich h\u00f6re sie wieder: \u201eKomm her! So komm doch her!\u201c. <\/strong>Langsam aber sicher nehmen sie eine v\u00f6llig farbenfrohe Gestalt an. Immer mehr atme ich ihren orangenen Duft ein, als ich h\u00f6re: \u201eEs wird Zeit\u2026 Es wird Zeit!\u201c. Ja, das wird es! Und so strecke ich Ihnen meinen Kopf hin, um mich k\u00fcssen zu lassen. <strong>Und da pl\u00f6tzlich, kurz vor dem erl\u00f6senden Kuss- \u2026..<\/strong><br \/>\n<strong>&#8230;packt mich eine Hand von hinten<\/strong>. Oh, Fr\u00e4ulein, wer bist du nur? Zeige mir dein Antlitz! Und sie zeigt es mir: \u201eMatthias! Kommst du jetzt wohl her? Es ist h\u00f6chste Zeit!\u201c, schreit mir Theresa ins Gesicht. V\u00f6llig verdutzt zieht sie mich aus der Menge raus. \u201eSag mal, was hast du denn da gesehen?\u201c. Was sollte ich sagen? Einen Haufen Rubine? \u201eNaja\u201c, meine ich, \u201evergiss es! Das war nichts f\u00fcr dich!\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_2079\" style=\"width: 399px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2079\" class=\" wp-image-2079\" alt=\"02\" src=\"http:\/\/www.integrationwien.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/02-768x1024.jpg\" width=\"389\" height=\"518\" srcset=\"https:\/\/www.integrationwien.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/02-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.integrationwien.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/02-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.integrationwien.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/02-624x832.jpg 624w, https:\/\/www.integrationwien.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/02.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 389px) 100vw, 389px\" \/><p id=\"caption-attachment-2079\" class=\"wp-caption-text\">Das Radioevent &#8211; wer entdeckt einen nackten Oberk\u00f6rper zwischen all den warmen Winterm\u00e4ntel? \ud83d\ude09<\/p><\/div>\n<p><strong>Theresa:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Am Nachmittag f\u00fchrt uns unsere Reise hinauf zum P\u00f6stlingberg.<\/strong> Leider war zu diesem Zeitpunkt im Februar die Grottenbahn noch nicht er\u00f6ffnet, und wir konnten leider nicht die &#8222;Zwergerl schneuzen&#8220;, wie man in Linz so sch\u00f6n sagt&#8230; Der Weg wurde aber belohnt mit einer wundervollen Aussicht \u00fcber Linz und Umgebung. Anschlie\u00dfend stand der Linzer Tiergarten am Programm. Ich wusste, dass der Zoo in der N\u00e4he vom P\u00f6stlingberg war und dachte mir, bevor wir nun 15 min auf die n\u00e4chste P\u00f6stlingbergbahn warten, um den Berg wieder runterzufahren zum Tiergarten, k\u00f6nnten wir an diesem sonnigen Tag auch einen kleinen Spaziergang machen&#8230; <strong>Aus meinen geplanten 5 Minuten Spaziergang wurde leider eine kleine 20-min\u00fctige-Reise, da der Tiergarten doch ein wenig weiter weg war als ich in Erinnerung hatte. \ud83d\ude09<\/strong><\/p>\n<p><strong>Matthias:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ein bisschen? Lieb! Das war ein Tagesmarsch, den mir die feine Dame da zugemutet hat!<\/strong> Und \u00fcberhaupt: Wer h\u00e4tte fast nicht auf mich geh\u00f6rt? Gut, damals in Salzburg war es ja sowohl zu sp\u00e4t, als auch vielleicht noch etwas kleiner als der in Linz. Aber was h\u00e4tten wir alles verpasst? Da waren nicht nur einheimische Tiere, wie die liebe Frau Theresa glaubte. Das waren Exoten!!! Gut, Ziegen und Schafe sind nicht unbedingt Exoten! Aber wenn sie aus Afrika sind? <strong>Nach unserem Ausflug durch die Welt der V\u00f6gel gehen wir noch dorthin, wo einige Politiker wohnen: Ins Affenhaus.<\/strong> Dort fange ich allerdings langsam an, auszutrocknen, da ich schlicht dieses lange Gehen nicht gewohnt bin. Doch es geht noch nicht zu Ende, sage ich mir. Denn da sehe ich als n\u00e4chstes eine Gruppe von besonders verlogenen Politikern &#8211; den Nasenb\u00e4ren. Leider wurde einer so verlogen, dass man ihn offenbar zu einem Invaliden geschlagen hat; ihm fehlt der Schwanz. Da werde ich nat\u00fcrlich wieder Feuer und Flamme, als ich diese s\u00fc\u00dfen Kleinvertreter der Ursidae (B\u00e4ren) sehe: \u201eHallo, Nasi!\u201c, schreie ich. \u201eMagst ein Chappi?\u201c. Doch sie h\u00f6ren mich nicht, denn zwei von ihnen gehen da einfach durch einen ganz engen metallischen Gang durch. Noch bevor ich mir \u00fcber den n\u00e4chsten Schritt Richtung Tierschutz Gedanken machen kann, sehen wir den wohl gr\u00f6\u00dften Politiker der Welt. Schnell rasen wir auf ihn zu, \u00fcberreden ihn tats\u00e4chlich zu einem Interview vor laufender Kamera! \u201eWir haben es heute geschafft\u201c, verk\u00fcnde ich in meine Handykamera, \u201eeinen Vertreter der Landespartei exklusiv hierher zu holen, und zwar direkt aus der Landesregierung!\u201c. Dann drehe ich die Kamera in seine Richtung: \u201eWas sagen sie zur Steuererh\u00f6hung?\u201c. Doch leider entschied er sich um und gab uns doch keine Antwort &#8211;\u00a0 der Esel im Gehege!!!<\/p>\n<p><strong>Dass ich dann jedoch v\u00f6llig energielos bin, ist ganz klar. Und so versuche ich, m\u00f6glichst lange in der P\u00f6stlingbergbahn zu sitzen, bevor ich krepiere. Was dann aber im Ars Electronica Center geschah, dass soll Ihnen jetzt Theresa erz\u00e4hlen.<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_2080\" style=\"width: 566px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2080\" class=\"size-large wp-image-2080\" alt=\"03\" src=\"http:\/\/www.integrationwien.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/03-768x1024.jpg\" width=\"556\" height=\"741\" srcset=\"https:\/\/www.integrationwien.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/03-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.integrationwien.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/03-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.integrationwien.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/03-624x832.jpg 624w, https:\/\/www.integrationwien.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/03.jpg 966w\" sizes=\"auto, (max-width: 556px) 100vw, 556px\" \/><p id=\"caption-attachment-2080\" class=\"wp-caption-text\">Theresa und Matthias bei der 3D-Show im Ars-Elctronica Center<\/p><\/div>\n<p><strong>Theresa<\/strong>:<\/p>\n<p><strong>Am Ende des Tages wird uns die Zeit fast zu kurz. Zwar schmerzen unsere Beine schon ein wenig vom vielen herumgehen, aber einen kurzen Abstecher in das ber\u00fchmte Ars-Electronica lassen wir uns nicht nehmen<\/strong>. Nach einer 3D-Vorf\u00fchrung \u00fcber &#8222;verschwundene Geb\u00e4ude&#8220; bleibt nicht mehr viel Zeit f\u00fcr die restliche Ausstellung, da das Museum bereits zusperrt. Daher entscheiden wir uns, den Tag bei einem Getr\u00e4nk ausklingen zu lassen. Zufrieden, aber auch ein wenig ersch\u00f6pft setzen wir uns auf einen Tisch mit Blick auf die Donau. Die eintretende Ruhe w\u00e4hrend wir an unseren Getr\u00e4nken nippen, l\u00e4sst sich bestimmt auf die langsam auftretende M\u00fcdigkeit zur\u00fcckf\u00fchren, denn normalerweise gehen uns nicht besonders schnell die Gespr\u00e4chsthemen aus. Schlussendlich machen wir uns auf den Weg zur\u00fcck zum Bahnhof, wo sich Matthias nach einem sch\u00f6nen und aufregenden Tag wieder auf Heimreise begibt.<\/p>\n<p>Matthias Ledoldis, Nutzer der Freizeitassistenz und Theresa Pilshofer, Freizeitassistentin bei integration wien<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Matthias: Es war von langer Hand geplant: Wir w\u00fcrden definitiv nach Ober\u00f6sterreich fahren, so viel stand schon fest. Doch wann genau, stand anfangs noch in den Sternen. So kam es, dass wir uns auf den 25.2. einigten. 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